Das erste Mal hörte ich in den 80ern durch meine Schwester von Apple. Sie arbeitete als Schriftsetzerin in einem Würzburger Verlag – an einem Macintosh II. Ich selbst hatte damals kaum Berührungspunkte mit Computern: Bewerbungen schrieb ich auf einer Schreibmaschine, später auf einem DOS-PC, bei einem Freund zockte ich mal am Commodore 64. Mehr war da nicht. Der PC bei uns Zuhause stand übrigens nur, weil meine Mutter für einen Bekannten dessen Facharbeit darauf schrieb – was damals alles andere als selbstverständlich war. Computer waren eher Nerd-Thema.
Power Macintosh 6100
Power Macintosh G3
PowerBook G4 Titanium
iPod
Im Oktober 2001 durfte Günter zu einem Apple-Event nach München. Er schrieb für die damals noch recht neue Mac-Zeitschrift „MacLife“. Ich war ein bisschen neidisch und bat ihn, mich sofort anzurufen.
Sein ernüchternder Anruf: „Die haben einen MP3-Player vorgestellt. Heißt iPod.“
Meine Reaktion: „Echt? Ein MP3-Player? Hm, naja …“
Wir waren enttäuscht.
Tja. Rückblickend eine ziemlich schlechte Einschätzung …
iMac G4
Im selben Jahr organisierten wir den ersten „Macinday“ in Würzburg. Damals waren Macs selten, Apple Stores weit weg. Also holten wir die Szene zu uns – mit erstaunlichem Erfolg. Sogar Apple selbst war war mit Holger Niederländer vertreten, dazu viele bekannte Firmen und Speaker.
Wir machten das Event bis 2009 jährlich. Mit wachsender Bekanntheit von Apple (vor allem durch den iPod und später das iPhone) wurde es aber zunehmend schwerer, Firmen zu gewinnen – und gleichzeitig weniger notwendig für Besucher.
Mac OS X
Ich war viel unterwegs und half Leuten beim Umstieg auf den Mac. Oft reichte ein einziger Besuch. Ich erinnere mich an ein besonderes Ereignis: Ich besuchte einen Freund, als ein Bekannter von ihm unerwartet vorbeikam. Dieser fluchte über seinen PC, der einen Virus hatte und nicht mehr funktionierte. Ich schmunzelte und sagte, dass ich solche Probleme nicht kenne. Er fragte mich warum. Ich erzählte ihm vom Mac, und 20 Minuten später bat er mich, ihm einen Mac mini zu bestellen.
Sein Plan: bei Verdopplung verkaufen. Gesagt, getan – nach etwa zwei Jahren war es dann soweit. Ich überlegte noch einen Teil zu behalten… ließ es aber. Heute rechne ich das lieber nicht mehr nach, sonst würde ich nur weinen!
Die iPods – vor allem mit Nike-Integration – waren lange meine Laufbegleiter.
Dann kam das iPhone. Anfangs waren mir 600 € zu viel, eingestiegen bin ich erst mit dem iPhone 4. Danach ging’s weiter über 6, 7, SE bis zum 13 mini.
Das iPad fand ich anfangs spannend, aber ohne echten Nutzen. Für eine Neuseeland-Reise kaufte ich mir dann doch das iPad 2 – perfekt für Blog, Fotos, Mails und Filme. Danach lag es lange rum, bis ich es schließlich für meine Chornoten entdeckte.
iPhone 4
iMac
In den letzten 15 Jahren sind die großen „Wow“-Momente seltener geworden – vielleicht auch wegen Steves Tod.
Die Macs sind schlanker geworden, aber haben sich sonst äußerlich kaum noch verändert. AirPods, Apple Watch und die Vision Pro waren Ausnahmen – wobei ich bei letzterer bis heute nicht weiß, wofür ich sie brauche.
Richtig begeistert haben mich zuletzt der erste M-Chip und auch das MacBook Neo hat mich positiv überrascht. Dafür bin ich aber leider nicht die Zielgruppe: Ich brauche einen Desktop-Mac mit großer Tastatur und Maus. Auch wenn ich mit meinem Mac mini sehr zufrieden bin, hoffe ich immer noch auf einen großen iMac…
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